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Selbst in
Mecklenburg-Vorpommern sind sie nur schwer zu beobachten, wenngleich
sie hier noch regelmässig vorkommen: Der Fischotter (Lutra
lutra) braucht die klaren, fliessenden Gewässer, die Mecklenburg-Vorpommern
zum Glück noch zu Genüge bietet.
Der Fischotter,
der in die Verwandtschaft von Dachs und Steinmarder gehört,
benötigt sehr klare, fliessende Gewässer, um sich wohlzufühlen.
Solche Biotope findet er noch sehr gut in der Mecklenburgischen
Schweiz, z.B. in der Nähe von Malchin und an Recknitz,
Trebel u.ä. Flüsschen. Auch im Naturpark Nossentiner-Schwinzer
Heide zwischen dem Plauer und dem Krakower
See konnte eine stabiler Bestand erhalten werden. Ebenfalls
gibt es noch gesunde Populationen an der Oder und im Lausitzer Seengebiet.
Im europäischen Massstab sieht es etwas günstiger aus.
Die teilweise
totalen Bestandsverluste vor allem in Deutschland sind einmal auf
die Jagd wegen des wertvollen Pelzes zurückzuführen, andererseits
auch auf seine Beliebtheit auf dem Speisezettel des Klerus: Wegen
seiner "fischähnlichen" Lebensweise durfte der Otter
- genauso wie der Biber und der inzwischen in Europa ausgestorbene
Waldrapp - auch während der Fastenzeit gegessen werden.
Der Hauptgrund
für das weitgehende Aussterben dieser schönen und nützlichen
Tierart aber ist zweifellos die Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen
durch Gewässerverschmutzung und -begradigung und die Störungen
durch den Tourismus.
Aktuell sind
die Tiere stark gefährdet durch den Autoverkehr. Sie sollten
also die Schilder "Otterwechsel", die Ihnen in Mecklenburg-Vorpommern
an vielen Stellen begegnen, unbedingt ernst nehmen. Die Kollision
mit einem Otter wird Ihrem Auto zwar nicht viel ausmachen, aber
der Tod eines jeden Fischotters ist ein Rückschlag für
das Überleben der Art in Deutschland.
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